Entstehung

Info-Verkaufsstand des AK Asyl mit Fahne (2006)

Tag der Begegnung 2006 (Foto: T. Setzer)

Der AK Asyl wurde etwa 1991 gegründet. Es gab damals regelmäßige Treffen im Ev. Gemeindehaus Stetten, an denen rund 20 Leute teilnahmen. Im Herbst 2013 waren davon noch vier übrig: Eleonore Schmidt von Anfang an, Irmgard und Helmut Kägi, Tobias Setzer, und einige Unterstützer.

Tobias Setzer am Stand des AK Asyl, beim Tag der Begegnung 2008

Tobias Setzer am Stand des AK Asyl, beim Tag der Begegnung 2007 (Foto: T. Setzer)

Durch die etwa 50 Aslybewerber die 2013 auf die Hangweide kamen, entstand neuer Bedarf. Es wurde ein erneuter Aufruf gestartet, wodurch sich zunächst 15, ein Jahr später schon über 20, 2015 dann weitere Mitbürger sich meldeten, um in unterschiedlichster Weise und Intensität ehrenamtlich zu helfen, kulturelle und Sprachbarrieren zu überwinden und den Flüchtlingen ein Einleben – und sei es auch nur vorübergehend – zu erleichtern.

Helmut Kägi am Stand des AK Asyl, beim Tag der Begegnung

Helmut Kägi am Stand des AK Asyl, beim Tag der Begegnung 2008 (Foto: T. Setzer)

Es freut uns, so viel Zuspruch, gerade aus den Kirchen und der Kommune zu bekommen. Auch über konfessionelle Grenzen hinweg, wie auch von außerhalb der Kirchen, finden sich immer wieder interessierte Mitbürger, die sich mit uns für die Asylbewerber engagieren wollen.

Plakat des Dokumentarfilms "Menschen" von Grégory Darcy

Filmplakat "Menschen" - © Grégory Darcy (Mit freundlicher Genehmigung)

Wie zum Beispiel der Filmemacher Grégory Darcy, der durch seine Unterstützung des Arbeitskreises auf die Idee zum eigenen Filmprojekt "Menschen" kam, das 2015 für den Bürgerpreis Rems-Murr nominiert wurde. Der entstandene Dokumentarfilm lief bereits in mehreren Kinos, weit über die Kreisgrenzen hinaus.

Die rechtliche Lage der Asylbewerber und die EU Flüchtlingspolitik können wir nicht verändern. Aber wir können ihnen helfen, sich solange sie hier sind, besser zurecht zu finden – und die Gedanken an ihre Fluchtsituation und Zukunftssorgen etwas besser auszuhalten.

Unsere Grundsätze (gekürzt)

- Das vollständige Grundsatzpapier finden Sie als Download hier -

Wir bekennen uns zu den Menschenrechten und zu dem Grundrecht auf Asyl. Eine Identifikation der Teilnehmer des Arbeitskreises Asyl in Kernen mit dem christlichen Weltbild wird nicht vorausgesetzt. Dennoch soll durch die Trägerschaft der ev. Kirchen klar sein, dass die ev. Kirche ihren Auftrag wahrnehmen will, sich in die Gesellschaft einzubringen, Nächstenliebe erfahrbar zu machen und zu unterstützen - im Sinne des Bibel-Wortes in 3. Mose 19.34: “Der Fremde soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer, und du sollst ihn lieben wie dich selbst“.

Wir setzen uns dafür ein, dass Fremdheit abgebaut werden kann und kulturelle Unterschiede respektiert und als bereichernd erlebt werden.

Zielgruppe

Wir kümmern uns vor allen um Asylbewerber und Asylbewerberinnen und deren Familien, die in unserer Gemeinde in der Erstunterbringung des Landkreises (nach Ende der zentralen, vorläufigen Unterbringung durch das Land) leben sowie um diejenigen, die - spätestens nach 24 Monaten - der Gemeinde zur Anschlussunterbringung zugewiesen werden. Mit den vor Ort für Landkreise und Gemeinde tätigen Hauptberuflichen arbeiten wir möglichst eng und kooperativ zusammen.

Unsere Vorgehensweise

Wir bemühen uns um eine „Willkommens-Kultur“ und engagieren uns, indem wir nach unseren Möglichkeiten Hilfen zur Selbsthilfe leisten. Nächstenliebe bedeutet mehr als nur „tolerieren“, sondern sich zu engagieren.

Dazu gehört auch, zu einem gesellschaftlichen Klima beizutragen, das Verständnis für die Situation der Asylbewerber besitzt. Wir bemühen uns um die Herstellung von Netzwerken, um die Asylbewerber am Ort in Kontakt mit der Bevölkerung zu bringen, wir klären dabei auch im Sinne von Öffentlichkeitsarbeit auf, durch Organisation und Durchführung von Informationsveranstaltungen, durch Pressekontakte und Texte im Mitteilungsblatt.

Organisation

Typische Besprechungssituation - Jemand sitzt am Laptop und protokolliert, der Sitzungsleiter erzählt, Jemand macht sich Notizen.

Foto: J. Wagner

Jede/r, der bei uns mitarbeitet, ist gleichberechtigt und kann, je nach Interesse, Zeit und Fähigkeiten sowie nach Bedarf grundsätzlich an allen Aufgaben mitwirken. Mindestens einmal im Monat findet eine Besprechung statt. Sie dient weiter der gegenseitigen Abstimmung und der Planung von Projekten, an denen alle mitwirken.

Die Zuständigkeit für die Aufgaben haben wir in verschiedene Bereiche aufgeteilt.

Zur effizienten Kommunikation mit allen Mitwirkenden nutzen wir moderne Medien – wie Internet. Dabei beschränken wir uns auf E-Mail. Auf diesem Weg geben wir uns auch Rückmeldungen über den Erfolg oder Misserfolg einer Maßnahme (damit alle wissen, was gerade aktuell ist).