Dialogpredigt zum Reformataionssonntag

Martin Luther zum Gespräch in unserer Kirchengemeinde.

Werden Sie Zeuge dieses spannenden und informativen Gesprächs mit unserem Reformator vom 01.11.2015 von Pafrrer Matthias Wanzeck und Vikar Friedrich July

Predigt zur Eröffnung des Bürgerhauses

Lesen Sie hier die Predigt von Pfarrerin Karin Pöhler aus dem Ökumenischen Gottesdienst zur Eröffnung des Bürgerhauses Kernen-Rommelshausen vom 14.06.2015 (Text leicht gekürzt)

Besinnung/ Andachten/ Predigten

Ein Garten in Rommelshausen

Der Garten - ein himmlisches Bild

Wenn man in diesen – trotz aller Kältewellen und Regenperioden – doch frühsommerlichen Tagen durch und rund um Rommelshausen spazieren geht, dann weiß das Auge gar nicht, wohin es schauen soll. Die Fülle der Farben und Formen, die die Erde hervorbringt sind mit Worten gar nicht zu fassen. Unzählige frische Grüntöne des noch jungen Laubes von Büschen und Bäumen. Blütenvielfalt von zartrosa bis tiefrot.

Unwillkürlich bleibe ich stehen und schaue auf einen Garten, der meinen Blick nicht mehr loslässt. Gepflegt und doch verwildert. Leicht am Hang. Alte Obstbäume spenden Schatten. An der einen Seite begrenzt durch eine alte Steinmauer. Volle Natur und doch eines Menschen Werk.

Es gibt keinen schöneren Ort, denke ich mir, an einem sonnigen Tag, als dort sitzen zu dürfen. Kein Palast, kein Penthouse, kein Whirlpool können da mithalten..

Gott denkt genauso. Für den Menschen gibt es keinen besseren Ort als den Garten. Als Gott mit seiner Schöpfung fertig war und einen Tag geruht hatte – da machte er sich gleich ans Werk: „Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden.“ Herrlich anzusehen, mit Bäumen und Früchten und Flüssen.

Der Garten – ein Urbild des Menschen von Heimat, von aufgehoben sein, von angekommen sein. Hier komme ich her, hier will ich sein. Hier werde ich sein.
Vom ersten Ort des Menschen wandelte sich der Garten Eden, das Paradies zu seinem letzten Aufenthaltsort. Ein Ort, wo er nur noch weilt, wenn er nicht mehr ist.

Der Garten, das Paradies als Ort der Sehnsucht. Die Menschen sehnen sich umso mehr nach ihm, je weiter sie von ihm entfernt sind. Der Sehnsuchtsort von uns modernen Menschen ist dann vor allem einer ohne Hektik und Stress, voller Ruhe. Etwas zum Entspannen.  

Gott will auch keine gestressten Menschen. So wie in der Vision des Propheten Micha, wo ein jeder unter seinem Weinstock und seinem Feigenbaum sitzt und ihn nichts mehr schreckt, weil alle Schwerter zu Pflugscharen umgeschmiedet sind, so sieht er unsere Zukunft. Aber in der Gegenwart machen wir es uns gegenseitig schwer. Wir erlauben uns selbst und den anderen diese Entspanntheit nicht. Und wir vergessen darüber, was alles möglich wäre.

Ein schöner Gartem, an einem sonnigen Tag – er ist für uns eine Einladung, unsere Sehnsucht zu spüren nach einem guten Ort. Und diese Vollkommenheit für eine Weile zu genießen. Und den Impuls mitzunehmen, den Rest der Welt immer näher dahin zu bringen.

Eine schöne Sommerszeit in ihrem eigenen Garten oder auf der Suche nach dem perfekten Ort irgendwo anders wünscht

Ihr Pfarrer Matthias Wanzeck